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FLUCH DER GEBURT
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FLUCH DER GEBURT

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Gunter Bleibohm

FLUCH DER GEBURT

Thesen einer Überlebensethik

 

• Thesen einer Überlebensethik
• Aphorismen - Vordergründiges und Hintergründiges 

 

Vorwort

Ich glaube, dass die Lektüre dieses Buch selbst für „befreite Geister“ ein Höchstmaß an Objektivität und sehr viel Mut erfordert, denn das Fazit über das Dasein der Gattung Mensch ist alles andere als positiv und steht im krassen Gegensatz zu unseren angeborenen Denk- und Verhaltensmustern und der eingeengten Sichtweise der ignoranten „Masse Mensch“. Es rüttelt an den Grundfesten des kulturellen Erbes der „Krone der Schöpfung“, es führt ihren schizophrenen Herrschaftsanspruch ad absurdum und demontiert den „Status“ unserer Spezies im Weltganzen. Es demaskiert sowohl unsere gängigen Moralvorstellungen als auch die menschliche „Vernunft“; beide verursachen lebensbedrohliche Entwicklungen und verdrängen gleichzeitig; ich spreche von dem alltäglichen Wahnsinn der Menschheit, dem nicht nur die eigene Gattung, sondern jegliche belebte Natur zum Opfer fällt.
Im diesem Buch geht es nicht nur um die Fragen, wie sie 1897 auch der französische Maler Paul Gauguin formulierte, “Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?”, sondern auch um die brisanteste Frage unserer Zeit: Welche Zahl von Menschen verträgt unsere Erde und wie ist der ungebremsten Vermehrung der Menschheit Paroli zu bieten?
Bei der Beantwortung dieser Fragen spielt die „Faktizität des Daseins“, nach welche der Mensch als kulturelles Wesen durch die Kulturgeschichte in Denk-, Fühl-, und Wahrnehmungsformen bestimmt ist, eine wichtige Rolle. Die Antworten auf die großen „Sinnfragen“ sind frei von jeglicher religiösspiritueller Spekulation und dementsprechend ernüchternd: Die rationale Erkenntnis, dass die Menschheit als Produkt eines kosmischen Zufalls sowie der Evolution weder mittelfristig noch langfristig eine Überlebenschance hat, wiegt schwer. Die emotional aufrüttelnde Einsicht aber, dass dem Dasein ein immanenter Sinn gänzlich fehlt, dürfte für die meisten Menschen geradezu unerträglich sein, vielleicht sogar noch unerträglicher, dass eine Weiterexistenz nach dem Tode oder eine Wiedergeburt eine Angelegenheit des Glaubens, aber nichts des Wissens, ist.
Im Weiteren geht es um das anthropozentrische und mit speziesistischen Vorurteilen überfrachtete Denken der „Masse Mensch“. In Europa liegen die Wurzeln des Übels vor allem in den biblischen Überlieferungen, den Protagonisten jener Unkulturen, die sich rücksichtsloser und willkürlicher Wertsetzungen bedient haben, um die schwächeren Lebewesen zu Recht- und Wertlosen zu machen, um sie auszubeuten, zu quälen und milliardenfach zu ermorden.
Durch das Erkennen der Sinnlosigkeit der Existenz und der grenzenlosen Leidverursachung durch uns Menschen kommt ein instabil gewordenes Selbstbild ins Wanken und hinterlässt bei rationaler Abwägung aller Fakten dermaßen große Risse, die zumindest jedem halbwegs Sensiblen das Selbstwertgefühl auf einen Grad reduzieren könnten, von dem ein würdevoller Bühnenabgang durch eigene Hand eine naheliegende Konsequenz wäre.
Trotz der tiefen Resignation, welche die unleugbaren Fakten vermitteln und trotz der durchaus logischen Schlussfolgerung einer „suizitären Endlösung“ bietet der philosophische Ansatz des Antinatalismus einen vernünftigen Lösungsweg an.
Dieser Lösungsweg dürfte die einzige Chance der Gattung Mensch sein, ihren Abgang von der Erdenbühne als mitwirkende Akteure bis zum großen Finale zu erleben. Eine drastische Reduzierung von Tierleid und Naturzerstörung wären zusätzliche positive Folgeerscheinungen. Ich bin der Meinung, dass es keine Entschuldigung dafür gibt, das wenige, das wir tun können, nicht zu tun, oder es nicht versuchen zu tun. Die Zeit ist reif für diese Revolution ... für die Menschen, die Tiere und die Umwelt.

Stefan Bernhard Eck

 

ISBN 978-3-9815802-7-3
Broschur  |  112 Seiten  |  Format DIN A 5  

 







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